Nasenpiercing oder Septum? Der komplette Guide für Zürich
Nasenpiercing oder Septum in Zürich: Unterschiede, Schmerzlevel, Heilungsdauer und Pflege, fachkundig erklärt von Glanz & Stich, Piercing Studio in Zürich.
Von Furat Fidan (Furiii) ·

ab CHF 80
Termin buchenNasenpiercings gehören zu den ältesten Schmuckformen der Menschheit. In Teilen Indiens und des Nahen Ostens werden sie seit Jahrtausenden getragen, heute sind sie aus Europas Strassenbild nicht mehr wegzudenken. Wer sich dafür interessiert, steht meist vor einer ersten Grundsatzfrage: seitliches Nasenflügel Piercing (Nostril) oder Septum? Beide sehen komplett unterschiedlich aus, heilen unterschiedlich schnell und fühlen sich beim Stechen auch unterschiedlich an. Hier findest du beide im Detailvergleich.
Nostril oder Septum: was ist der Unterschied?
Das Nostril Piercing sitzt seitlich am Nasenflügel, meist durch dünnes Knorpelgewebe. Es ist die klassische, dezente Variante und lässt sich mit einem kleinen Stecker oder Ring extrem vielseitig tragen.
Das Septum Piercing verläuft mittig durch die Nasenscheidewand, aber nicht durch den Knorpel selbst, sondern durch die sogenannte "Sweet Spot" Zone davor: eine dünne, knorpelfreie Gewebeschicht. Richtig gesetzt, ist das Septum Piercing angenehmer zu stechen, als viele erwarten, und lässt sich mit einem Retainer für den Alltag unauffällig nach oben klappen.
Ablauf beim Piercing
Bei beiden Varianten wird zuerst die Stichstelle exakt markiert. Beim Septum taste ich vorab den Sweet Spot ab, damit garantiert kein Knorpel getroffen wird. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem angenehmen und einem unnötig schmerzhaften Septum Piercing. Anschliessend wird mit sterilem Einwegwerkzeug gestochen und der Erstschmuck eingesetzt: beim Nostril meist ein Stecker oder kleiner Ring, beim Septum ein Ring, Clicker oder gebogener Barbell.
Tut es weh?
Nostril: ein kurzer, deutlicher Stich, vergleichbar mit anderen Knorpelpiercings, danach ein leichtes Ziehen für ein bis zwei Tage.
Septum: überraschend oft weniger schmerzhaft als gedacht, wenn der Sweet Spot korrekt getroffen wird. Häufig kommt es zu einem kurzen Tränenfluss oder Niesreiz. Das ist eine natürliche Reflexreaktion der Nase, kein Zeichen für einen falsch gesetzten Stich, und klingt innerhalb von Sekunden ab.
Wie lange dauert die Heilung?
Das Nostril Piercing braucht als Knorpelpiercing 2 bis 4 Monate bis zur äusseren Abheilung, vollständig verheilt ist es oft erst nach rund einem halben Jahr. Das Septum Piercing heilt dagegen deutlich schneller: 6 bis 8 Wochen, da die durchstochene Gewebeschicht dünn und gut durchblutet ist. Damit gehört das Septum zu den am schnellsten heilenden Piercings überhaupt.
Pflege: so machst du es richtig
- Zwei bis dreimal täglich mit einem Desinfektionsspray für Piercings reinigen
- Hände vor jeder Berührung waschen
- Schmuck während der Heilung nicht drehen oder herausnehmen
- Bei Erkältung besonders vorsichtig sein: Naseputzen so wenig wie möglich in Kontakt mit dem Piercing bringen
- Make-up, Cremes und Sprays von der frischen Stichstelle fernhalten
- Beim Nostril: Kissenbezüge und Brillenbügel meiden, die direkt reiben
Anhaltende Rötung, Schwellung, Ausfluss oder Fieber sind kein normaler Heilungsschritt. Dann bitte bei mir oder ärztlich melden.
Welcher Schmuck passt?
Für das Nostril Piercing eignen sich in der Heilphase gerade Stecker oder Nasenschrauben aus implantatfähigem Titan besonders gut, da sie kaum auffallen und wenig reiben. Für das Septum sind Ringe, Clicker oder gebogene Barbells klassisch. Praktisch für den Alltag ist ein Septum Retainer, der sich nach oben in die Nase klappen lässt und im Job kaum sichtbar ist.
Warum bei Glanz & Stich?
Furiii sticht seit 2009 Piercings, seit 2022 im eigenen Studio in Zürich. Mit 257 Google Bewertungen bei 4,9 Sternen gehört Glanz & Stich zu den erfahrensten Adressen der Stadt. Gerade beim Septum Piercing zahlt sich meine Erfahrung aus: Den Sweet Spot präzise zu finden, entscheidet darüber, ob das Piercing schmerzarm und unkompliziert heilt oder nicht.
Häufige Fragen
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Quellenhinweis: Faktenbasis (Sweet Spot Anatomie, Heilungsdauer, Pflege Grundprinzipien) eigenständig zusammengefasst und neu formuliert, nicht übernommen. Quelle: allgemein anerkannte piercingmedizinische Fachinformationen (u. a. Healthline).